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Leib- und bewegungsorientierte Therapie

Ein integratives Konzept der angewandten
Motologie und Sport- und Bewegungstherapie

Die menschliche Bewegung, (Körperhaltung, Mimik, Gestik, sichtbare und gedachte Bewegungen) ist Ausdruck des Erlebens, des Körperfühlens, des Denkens und Wollens, der Befindlichkeit und der körperlich–psychischen Disposition eines Menschen. Als solche ist sie eine situativ sinnvolle Handlung der Person in Bezug auf ihre Lebenswelt.


Bewegung ist Handlung und Verhalten.

In der Bewegungshandlung begegnet und erlebt der Mensch sich selbst, andere Personen und Gegenstände. Er sammelt vielfältige Erfahrungen und Wissen über sich und seine Lebenswelt und deren Aufeinander-Bezogen-Sein. Er entwickelt Fähigkeiten und Können im Umgang mit sich und ihr und lernt seine Handlungsmöglichkeiten und -grenzen besser einzuschätzen. Wissen und Können im bewegt-handelnden Umgang mit der personalen und materialen Welt ermöglichen dem Menschen, sich in seine Lebenswelt einzupassen, sich in ihr zu orientieren und sie aktiv mit zugestalten. Das heißt, sie dienen ihm zur Behauptung und zur Entwicklung seiner eigenen Person, entsprechend den eigenen und äußeren Möglichkeiten. Somit liegen in der Bewegungshandlung vielfältige Möglichkeiten zur emotionalen, sozialen, körperlich-motorischen und kognitiven Entwicklung des Menschen.


Bewegung ist Entwicklungs- und Erkenntnismöglichkeit.

Andererseits beeinflussen die eigenen Bewegungen und die mit ihr unmittelbar intendierten Wahrnehmungen die eigene Befindlichkeit, das eigene Erleben und Denken. Eine scheinbar von außen angestoßene Bewegung, eine veränderte Körperhaltung kann sich auf den ganzen Leib, das Fühlen, Körperfühlen und Denken, auswirken.

Bewegung ermöglicht die Veränderung der eigenen Befindlichkeit.

Diese Erlebens-, Ausdrucks-, Erkenntnis-, Handlungs- und Entwicklungs-möglichkeiten menschlicher Bewegung sind das Medium unserer Arbeit. Wir versuchen über Wahrnehmungs- und Ausdrucksübungen, über die Gestaltung angeleiteter und freier Bewegungssituationen, wie auch über funktionelle gymnastische Übungen und Bewegungen verschiedenen Sportarten und dem Tanz, mit den Menschen gemeinsam einen Zugang zu sich selbst zu schaffen und auszugestalten, Konflikte im Hier und Jetzt zu bearbeiten und die gesunden Ich – Anteile und Handlungsmöglichkeiten zu erhalten und zu fördern.

Im anschließenden Reflexionsgespräch wird das in der Stunde Erlebte noch einmal ins Bewusstsein geholt, in Zusammenhang mit der aktuellen Lebenssituation und in Zusammenhang mit dem Erleben und Handeln der anderen Gruppenmitglieder gesetzt.


Ziele unserer Arbeit sind unter anderen:

  • die Wiedererlangung leiblicher Identität und Vitalität
  • die Abgrenzung der eigenen Person nach außen
  • die Orientierung im eigenen Leib – Raum und des
    eigenen Leibes in der Außenwelt
  • die Kontaktaufnahme zur Außenwelt
  • die Verbesserung von Kommunikation und Interaktion
    mit der Lebenswelt
  • das Aneignen von Wissen über sich und die Zusammen-
    hänge von körperlichen Prozessen, Fühlen, Denken,
    Erleben und Bewegen
  • die wohltuende Wirkung körperlicher Bewegung kennen
    und schätzen lernen
  • Dazu halten wir folgende Therapieangebote bereit:

Mototherapie

In diesen Gruppen arbeiten wir themenorientiert. Themen sind aktuelle Konflikte mit sich und anderen Personen, Wünsche zur Veränderung des eigenen Verhaltens, Gefühle des Wohl- oder Unwohlseins, und andere.

Diese Themen setzen wir in der Gruppe oder in der Einzelsituation mit den Betroffenen in Bewegungssituationen um, in denen eigene, individuelle Verhaltensweisen erfahrbar werden und neue erprobt werden können. Am Schluss schauen wir uns mit den Teilnehmern an, was das in der Bewegungssituation Erlebte mit dem Alltag jedes Einzelnen zu tun hat und was für Schlüsse für das eigene Verhalten darausgezogen werden können.

Körpertherapie

In der Körpertherapie steht zunächst im Vordergrund, Raum und
Zeit für sich zu gewinnen, um sich dem eigenen Leib urteilsfrei und
akzeptierend zuwenden zu können und ihn als Freund und hilfrei-
chen Zeichengeber wieder zu entdecken.

In einfachen Körperübungen geht es darum:

  • sich selbst wieder zu erden und zu zentrieren
  • Körperpartien wieder in die Wahrnehmung zu integrieren
  • sich an Ursachen körperlicher Symptomatik als Begleiter seelischer und körperlicher Be- und Überlastungen (und folglich psychischer Erkrankungen) heran zu tasten
  • ich selber zu verwöhnen und zu entspannen
    Bewegung und Spiel

In „Bewegung und Spiel“ geht es allein um den Spaß an der Bewegung an sich. Die Gruppe entscheidet vollkommen autonom in jeder Stunde neu, ob sie ein Spiel oder Gymnastik machen will. Die Spielregeln gibt sich die Gruppe selbst, so dass auch vollkommen neue Spiele entstehen können.

Entspannung

Hier erlernen die Teilnehmer die »Technik der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen«. Dies ist eine Entspannungstechnik, in der die Entspannung über ein vorheriges Anspannen der Muskulatur eingeleitet wird.

 

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